Hängende Gärten in Wien Mitte

Von Betonwüste zu Dachgarten – Höfe, die plötzlich aufleben

Eine Shoppingmall in Wien. Drittes Obergeschoss. Einzelhandelsgeschäfte darunter, Büros drumherum. Und dazwischen: Höfe. Früher mal. Eigentlich bestanden sie nur aus kahlen Betonplatten, auf die hunderte Bürofenster blickten. Eine trostlose Aussicht.

Dann kam die Erneuerung der Immobilie. Und die Frage: Wo können wir effizient verbessern? Heute ziehen sich Dachgärten durch die Höfe, verbinden die Flächen, brechen die Monotonie auf. Eine grüne Ader zwischen den Gebäuden.

Die Herausforderung? Die Traglast. Schon ohne Pflanzen war die Konstruktion am Limit. Also musste eine Lösung her, die leicht genug ist – aber trotzdem groß denkt. In Zusammenarbeit mit den Statikern wurde ein System entwickelt, das sogar Baumpflanzungen ermöglicht. Keine halben Sachen.

Jetzt ist es nicht nur schöner für alle, die hier arbeiten. Die Gärten tun auch was für die Stadt: Sie halten Regenwasser zurück, kühlen die Gebäude im Sommer und senken die Energiekosten. Am Ende also nicht nur ein Gewinn für die Augen, sondern auch für den Geldbeutel, die Eigentümer und die Stadt.