Ein Garten am See. Oder besser: Der Garten. Weil wenn schon, dann so. Das Haus, modern, nicht laut. Und es weiß schon, dass es da ist. Eingebettet in die Landschaft, als wäre es immer dort gewesen. Und doch: Alles mit Absicht.
Ausblicke? Inszeniert. Einblicke? Minimiert. Man soll schauen, aber nicht geschaut werden. Dann die Eiche. Alt, groß, unverrückbar. So groß, dass das Bootshaus sich lieber anschmiegt, als sich in den Vordergrund zu drängen. Eine Art Ehrenplatz, weil Respekt muss schon sein.
Eine großzügige Rasenfläche? Ja. Freiheit. Raum. Für Blicke, für Bewohner, für alles, was laufen will. Doch nicht nur Weite, sondern auch Richtung: Pflanzgruppen lenken, lenken um, lenken ab. Was zu üppig ist, wird sanft abgeschirmt.
Und dann noch die zwei Höfe. Nicht einfach nur Höfe, sondern Schnitte ins Volumen, als ob der Garten noch näher herankommen will. Nähe ohne Aufdringlichkeit, Intimität ohne Enge. Eben so soll es sein.
Architektur: Maria Planegger und Ben Frass.